Samstag, 27. Dezember 2008

I'm dreaming of a white christmas...

Dieses mal war mein erstes Weihnachten ohne Familie und weit weg von zu Hause und jaaa, ich hatte Heimweh.
Natürlich, der wahre Grund, warum wir Weihnachten feiern, bleibt immer gleich: Jesus ist gekommen!! Trotzdem hängen an Weihnachten noch so viele Gefühle und Traditionen und ich denke, das ist ok.
Ich habe aber auch sehr viele liebe Mails, Briefe und sogar ein Päckchen von zu Hause bekommen (einiges ist sogar noch unterwegs :)), was mich sehr gefreut und mir gezeigt hat, wer alles an mich denkt, obwohl ich die letzten Monate nicht mehr da war.

Da ihr soviel danach fragt, will ich euch mal ein bisschen erzählen, wie mein Weihnachten war:

Der Weihnachtsgottesdienst war hier in meiner Gemeinde schon am 21. Dezember.
Für den 24. waren Melanie und ich abends in das Haus der Großeltern einer Freundin aus der Gemeide eingeladen, wo ich die brasilianische Gastfreundschaft sehr genoss. Als (fast) die gesamte Verwandtschaft angerückt und auch das Essen fertig war, versammelten sich alle um den Esszimmertisch. Der Großvater Floriano begann mit einer kleinen Rede, in der er auch allen, die es noch nicht wussten, mitteilte, dass an diesem Tag auch sein 46. Hochzeitstag war und las einen Psalm aus der Bibel vor. Der Onkel betete und es wurde mit brasilianischem Champanga angestoßen. Dann ging es loss mit Essen: Es gab Lachs, verschiedene Braten, Hühnerfrikasee, Salate... alles sehr lecker!!! Da alle sowieso nicht an einen Tisch gepasst hätten, nahm man sich einfach einen Teller und ließ sich dort nieder, wo man es bequem fand. Als alle satt waren, ging es los mit Amigo Secreto, eine Art Wichteln und danach wurden die Geschenke verteilt. Jeder schien es kaum noch erwarten zu können, seine Geschenke zu verteilen und alles wuselte durcheinander. Während die einen Fotos schossen, packten die anderen aus und riefen beim Anblick ihres Geschenkes "Ohhhhh!!" und "Wie schööön!!!" und wie fast immer in Brasilien lief der Fernseher nebenbei.
Als es nichts mehr zum Auspacken gab, ging es weiter mit Nachtisch. Alles hat natürlich mal wieder total lecker geschmeckt!!
Am nächsten Tag waren wir dann zum Mittagessen bei der Tante eingeladen. Auch dort wurden keine Kosten und Mühen gescheut und sogar Krebsfleisch gab es. Ich wusste erst nicht, was es ist und fragte nach. Nachdem einige Erklährversuche gescheitert waren und ich auch das portugiesische Wort für Krebs nicht kannte, wurde es mir schließlich als "Chef von Spongebob" (eine Comicfigur) vorgestellt. ;)
Danach ging es in eine Kirche, in der wir uns eine Kinder-Weihnachtsaufführung mit dem Namen "Weihnachten in Ägypten" anschauten und danach ging es in's Haus der anderen Großmutter, wo es natürlich wieder reichlich zu Essen gab.

Das hab ich alles geschenkt bekommen: :))






Was mich an diesen Tagen sehr beeintruckt hat, ist die Gastfreundschaft der Brasilianer, die alles getan haben, dass wir uns wohl fühlen und es uns gut geht. Ich bin Gott sehr dankbar, dass ich Weihnachten mit dieser Familie verbringen konnte.

Und wie es jetzt weiter geht:
Aaalso, jetzt mache ich erst mal Urlaub. :) Nachdem wir diesen Plan schon wieder verworfen hatten, klappt das jetzt kurzfristig doch und Melanie und ich fahren erst ein paar Tage nach Foz do Iguacu und über Silvester besuchen wir einen Missionar in Laranjeiras.
Also seid bitte deshalb auch geduldig mit mir, wenn ich es im Moment nicht schaffe, alle Mails zu beantworten. Ich melde mich auf jeden Fall, wenn ich wieder zurück bin.

Ich wünsch ein frohes neues Jahr!!!
Katharina

Dienstag, 23. Dezember 2008

Samstag, 15. November 2008

Winterwunderland Brasilien

Der Frühling kommt, es wird wärmer und auch Weihnachten rückt immer näher. Letzteres merke ich bis jetzt aber nur daran, dass das Angebot für Weihnachtsartikel in den Geschäften immer mehr steigt und auch im Shoppingcenter ein riesiger, geschmückter Weihnachtsbaum steht.

Wie ich diese Jahr Weihnachten feiern werde, so ganz weit weg von der Familie?

Als die Großmutter einer Freundin aus der Gemeinde durch Mund-zu-Mund-Propaganda von Melli und mir erfuhr, sagte sie: "Ich möchte die deutschen Missionarinnen einladen!". So kommt es, dass wir Heilig Abend in ihrem Haus verbringen werden. Wie jedes Jar wird auch die komplette Verwandschaft kommen und wir wurden schon von anderen Brasilianern vorgewarnt, dass diese Familie beim Feste feiern wohl nicht die Ruhigste ist. Ich schätze mit Stille Nacht und andächtigem Schweigen, wird's dieses Jahr vielleicht nichts werden, aber ich bin schon sehr gespannt und auch wenn ich Weihnachtsmarkt, Glühweihn und Stollen vermissen werde, freue ich mich schon darauf, dieses Jahr Weihnachten auf Brasilianisch zu feiern.

Um mich wenigstens ein bisschen auf Weihnachten einzustellen, werde ich demnächst mal anfangen Plätzchen zu backen und einen Wunschzettel wie in guten alten Zeiten habe ich auch schon angefangen:

  • eine Tonne Gummibärchen (Haribo oder Bärenland)
  • AA-Batterien (so viele, wie möglich)
  • Mama's Weihnachtsplätzchen (alle Sorten!!!), denn die, die ich backen werde, sind schon von sämtlichen brasilianischen Freunden und Bekannten vorbestellt
  • Lebkuchen mit Schoko drum herum
  • Roibuschtee
  • gutes Duschgel (hier gibt's nur Seife)
  • Pizza & Pasta Salz (damit schmeckt doch alles Selbstgekochte gleich viel besser) ;)
  • ein Haustier, das Spinnen und sonstige Krabbeltiere frisst (Insektenvernichtungsspray hab ich)
  • einen DVD-Player (dann braucht Melli beim Film schauen meinen Laptop nicht mehr) ;)
  • eine Super-Nanny :P
  • einen Wäschetrockner
  • ein Fahrrad, oder noch besser: ein Auto
  • ...

Soooo, ich hör jetzt mal lieber auf, bevor ich übermütig werde.

Liebe Grüße,

eure Kadda

Sonntag, 26. Oktober 2008

Craciosa

Um die Gemeinschaft zu pflegen und zusammen Spaß zu haben, machte sich gestern die Jugendgruppe der Freien evangelischen Gemeinde in Curitiba auf den Weg ins Grüne. Vier Autos vollgepackt mit mehr oder weniger jungen Menschen (darunter ich) und Grillgut fuhren erst aus der Großstadt Curitiba 'raus und dann eine sehr alte Straße namens Graciosa 'runter. Diese Straße wurde noch von Sklaven gebaut (so alt ist sie also schon) und führt mit vielen vielen Kurven durch den Wald über die Berge bis zum Strand. Wenn ihr aber jetzt denkt, ich hätte hier endlich Mal das Meer gesehen, muss ich euch leider entäuchen, denn unser Ziel war einer der Grillplätze am Straßenrand. Obwohl wir bei Hitze und Sonnenschein in Curitiba losgefahren sind, änderte sie das Wetter schlagartig, als wir durch das Tor fuhren, dass den Anfang der alten Straße markierte. Dicke Nebelschwaden versperrten die Sicht auf alles, was weiter entfernt was als 50 Meter war und auch von der Sonne war nichts Mehr zu sehen. Wir fuhren im wahrsten Sinne des Wortes durch einen Regenwald und ich fühlte mich neben den knochigen, mit Pflanzen und Moos bewachsenen Bäumen ein bisschen wie in den großen Tropengewächshäusern des Frankfurter Palmengartens. Doch auch der feine Nieselregen hinderte nicht daran, den Grill in Gang zu bringen, die Tür einer kleinen Hütte mit der Aufschrift "não entre" (nicht eintreten) wurde einfach ignoriert und die mitgebrachten Beilagen auf der Fensterbank verteilt. So wurde mit ungetrübter Stimmung gegrillt, gegessen, Gitarre gespielt und gesungen. :)

An der Hütte hing auch ein riesen
Spinnennetz ;)

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Und wie läuft's mit meiner Arbeit?

Zwei Kinder von meiner Pflegefamilie konnten zu ihrer leiblichen Mutter zurückkehren, was mich sehr gefreut hat! Jetzt habe ich also nur noch drei Kinder, aber es werden demnächst wahrscheinlich neue kommen, denn es gibt hier immer Kinder, die ein neues Zuhause brauchen. Die Pflegemutter ist froh, wenn ich ihr helfe, aber auch im Bercario wird Hilfe benötigt, deshalb soll ich mich auch ab und zu wieder dort um die Kinder kümmern. Einen festen Arbeitsplan, das heißt, wann ich wo arbeite, kann ich mir selbst zusammenstellen.
Was mir bei meiner Arbeit mit den Kinder aus der Pflegefamilie noch etwas schwer fällt, ist, dass ich die Kinder auch erziehen und so auch bestrafen muss, wenn sie etwas angestellt haben. Manchmal denke ich, dass ich einen Ausgleich zu der sehr strengen Sozialmutter schaffen muss und ich will eigentlich viel lieber den Kindern die Liebe schenken, die sie brauchen, aber die Kinder sollen auch vor mir Respekt haben. Sie brauchen auf der einen Seite sehr viel Zuneigung, auf der anderen Seite brauchen sie dringend Grenzen. Ich muss noch die richtige Balance dazwischen finden, aber ich lerne immer mehr, was der richtige Umgang mit den Kindern ist.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Andere Zeiten in Brasilien

Trotz des momentan eher herbstlichen Wetters wurden die brasilianischen Uhren heute Nacht auf Sommerzeit, also eine Stunde vor gedreht. Das bedeutet weniger Schlaf *gähn*, aber auch, dass die Zeitverschiebung nach Deutschland nur noch vier Stunden, und bald nach der deutschen Zeitumstellung drei Stunden beträgt, was es leichter machen wird, mit euch zu skypen. :) Aber hätte mir eine Freundin das nicht gestern noch gestern abend nebenbei mitgeteilt, wäre ich heute echt eine Stunde zu spät zum Gottesdienst gekommen. ;)

Freitag, 17. Oktober 2008

Update zu meinem Befinden, die zweite

Nach unzählbaren Tassen Kamillen- und Pfefferminztee plus dem Tee aus der Apotheke (der genauso gescheckt, wie er gerochen hat) und etwas Ruhe geht es mir wieder besser. :) Da ich mich bis jetzt erfolgreich vor einem Besuch beim brasilianischen Arzt gedrückt habe, hoffe und bete ich, dass ich auch diesmal wieder so ganz gesund werde.
Danke, für alle Gute-Besserungswünsche und für alle Gebete!!!!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Update zu meinem Befinden

Ich bin das erste Mal in meiner Zeit hier in Brasilien richtig krank. Gestern Nachmittag fing es langsam an mit Kopfschmerzen, die sich dann im laufe des Abends in Migräne umwandelten. Dazu wurde mir richtig übel. So schlecht habe ich mich schon sehr lange nicht mehr gefühlt, denn leider half auch das Paracetamol nicht. Ich weiß nicht, ob ich etwas falsches gegessen oder zu wenig getrunken habe oder ob es einfach die Antwort meines Körpers auf die Hitze und den Stress der letzten Tage war; wahrscheinlich alles zusammen... Nachdem mir dann gestern Abend mehrmals das Essen aus dem Gesicht gefallen ist (ich kann mich nicht erinnern, an dem Tag so viel zu mir genommen zu haben) ;) wurde es wenigstens mit der Übelkeit besser.
Melli kümmert sich echt total gut um mich. Heute Morgen hat sie mir einen Tee aus der Apotheke mitgebracht, der furchtbar (und) komisch riecht, mit der Empfehlung, ihn nicht zu heiß zu trinken, weil sonst alles wieder hoch kommen würde. Das Zeug kommt mir ein bisschen suspekt vor, aber da ich ja gesund werden will, werde ich ihn gleich mal trinken. :)
Mir fällt das schwer, das so hinzunehmen, dass ich jetzt krank bin, weil ich mich so nutzlos vorkomme und ich mich langweile und echt so gerne raus gehen würde, weil das Wetter im Moment auch so richtig gut ist. Aber zumindest heute, werde ich wohl noch ein bisschen Pause machen müssen.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Kinder, Kinder

Gestern war ich das erste mal in der Familie, in der ich jetzt immer helfen werde. Eigentlich hätte ich gerne noch ein bisschen im Bercario gearbeitet, weil mir die Kinder dort inzwischen sehr an's Herz gewachsen sind. Dazu kam, dass ich ein paar Bedenken hatte, weil die Kinder jetzt älter sind und ich Angst hatte, dass mich die Kinder nicht respektieren und ich überfordert sein werde. Kurz bevor ich mich dann auf den Weg in Richtung "meiner Sozial-Familie"gemacht hab, habe ich nochmal mein Mail-Acount aufgemacht. Eine Freundin hatte mir eine Mail mit dem Bibelvers Jesaja 43, 1 geschickt. Das hat mich wirklich total aufgebaut, weil ich wusste, dass ich mit der meiner Arbeit hier nicht überfordert sein werde, weil ich das nicht alleine schaffen muss sondern Gott mir hilft.
Mein erster Arbeitstag in der Familie war dann zwar anstrengend, aber lief eigentlich ganz gut. Es gab nur einen kleinen Aufstand, als es nach dem Spazieren gehen wieder nach Hause gehen sollte, aber ich habe gesiegt. ;) Auch als ich dann mittags gehen musste, gab es ein großes Geheule. Das war echt krass, vor allem wenn man bedenkt, dass mich die Kinder noch nicht mal drei Stunden kannten... Auch mit den Sozialeltern der Kinder verstehe ich mich gut, vor allem mit dem Vater. Den habe ich, als ich heute morgen an kam, schon von draußen aus voller Röhre singen gehört. :) Als ich im Haus war, hat er mir dann ein Liederbuch mit brasilianischen Liedern gezeigt und auch ich musste mein Talent unter Beweis stellen. Als ich ihm dann noch gesagt habe, dass ich Musik liebe und gerne singe, war er schlicht weg begeistert. Er hat mir dann das Liederbuch mitgegeben und dazu eine CD, damit ich die Lieder auch lernen kann. Also sitze ich gerade am Schreibtisch in meinem Zimmer, beantworte Mails und schreibe diesen Post und im Hinztergrund läuft die CD mit den teilweise sehr nach Gospel klingenden Liedern. :)

Sonntag, 5. Oktober 2008

Wasser...

gibt es hier im Moment wirklich reichlich. Nachdem es gestern Nacht ein richtig heftiges Gewitter gegeben hat, dass ich in unserem Holzhüttchen unter den Bäumen schon ein paar Bedenken hatte, regnete es dann Tags über fast ununterbrochen. Eigentlich wäre das ein Tag, in dem man am liebsten im Bett bleibt, aber da Melli und ich uns mit Gerlind verabredet hatten, mussten wir wohl oder übel vor die Tür. Natürlich pünktlich zu dem Zeitpunkt, in dem wir das Haus Richtung Bushaltestelle verließen, fing es an zu schütten, als hätte sich das Wasser Jahrzehnte lang im Himmel gesammelt. Die Lastwagen, die die stark ansteigende, große Straße in der Nähe des Kinderdorfes hoch fahren wollten, waren mit den Wassermassen einfach überfordert und blieben am Straßenrand stehen. Um zu verhindern, dass immer wieder neue Flutwellen in meine Turnschuhe fließen, in denen ich zum Glück diesmal kein Papiergeld versteckt hatte, versuchte ich wenigstens den großen Pfützen auszuweichen. Wegen der starken Windböhen half auch mein Regenschirm nicht mehr viel, so dass ich schließlich komplett durchnässt vor Gerlinds Haus stand, die mir dann zum Glück ein paar Klamotten von ihr auslieh.
Heute kam dann zwar die Sonne heraus, aber die Luftfeuchtigkeit nahm dadurch nicht wirklich ab. Es wurde so furchtbar schwül, dass nichts mehr trocknete, die Klamotten am Körper klebten, auch wenn man sich gar nicht groß bewegte und man sich den ganzen Tag fühlte, als hätte man eine Nacht nicht geschlafen.

Also: überlegt euch, ob ihr im Moment wirklich neidisch auf das Wetter hier seid. ;)

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Beleza!!

Zum ersten Mal in meinen Leben, habe ich beschlossen, mir eine profesionelle Maniküre zu gönnen und da das hier auch für Voluntarias durchaus erschwinglich ist, habe ich mich gestern mit Melli auf den Weg zu einem Beauty-Salon gemacht. Obwohl wir (ganz brasilienuntypisch) eine halbe Stunde vor unserem Termin ankamen, weil unser Unterricht in der Sprachschule schon zu Ende war, führte mich eine Kaugummi kauende Brasilianerin mit dunkelrot gefärbten Haaren auf Plateau-Absätzen zu einem Stuhl und begann mit der Behandlung. Nachdem sie meine Hände in Creme eingeweicht hatte, fing sie an, meine Nagelhaut zu entfernen. Ich entschloss mich, währendessen lieber auf den Fernseher an der Decke zu schauen, in dem gerade eine der vielen brasilianischen Telenovelas lief und ich war wirklich froh, dass sie mich nur an zwei Fingern meiner linken Hand verletzte. Nach einer Schicht Klarlack durfte ich dann entscheiden, mit welcher Farbe meine Nägel weiter bepinselt werden sollten. Wärend Melli, die neben mir saß, (passend zum Frühlingsanfang) ein kräftiges Maigrün wählte, wollte ich es doch erst mal ein bisschen natürlicher angehen lassen und entschied mich für "francesinha" (frensh) und kann sagen: Mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden.

Montag, 29. September 2008

Wahlwahn

Wenn man in letzter Zeit durch Curitiba läuft, ist es wirklich unmöglich, dass einem entgeht, dass die Bürgermeisterwahlen kurz bevor stehen. An jeder zweiten Kreuzung stehen Leute, die (wohl eher um sich etwas Geld dazu zu verdienen, als um für ihre politische Meinung zu werben) die Fahnen der einzelnen Kandidaten schwenken oder Flyer und Aufkleber verteilen. Dazu kommen, vor allem Sonntags, endlose Autokolonnen, die mit Warnblinkanlage, Hupkonzert, Aufklebern und bedruckten Autoscheiben für ihren Kandidaten werben. Neben den VW-Käfern, auf denen meistens riesige, dröhnende Lautsprecher montiert sind, kann man in den langsam rollenden Autoschlangen auch bedruckte Lastwagen und Busse sehen, die mit Fahnen und Musikboxen bestückt sind.
Auch was das Angebot der Parteien angeht, sind die Brasilianer sehr einfallsreich. So wurde ich schon aufgefordert, für den Bürgermeisterkandidaten der Hip Hop-Partei zu wählen. :)

Dienstag, 9. September 2008

Jetzt geht's los!!

Heute war mein erster ofizieller Arbeitstag hier bei Acridas. Im Bercario (Kleinkind- und Babyhaus) habe ich mich ein bisschen um die Kinder gekümmert und mit ihnen gespielt. Obwohl ich danach erstmal k.o. war, hat es sehr viel Spaß gemacht!!

Retiro Jovem...


hieß die Jugendfreizeit, auf die ich von meinem Jugendkreis letztes Wochenende mitgeschleppt wurde. Zusammen mit ca. 50 brasilianischen Jugendlichen hatte ich eine echt coole Zeit da. Es war auch schön, neue Leute kennen zu lernen, die hier in der Nähe von mir wohnen. Neben Lobpreis und Bibelarbeit (von der ich leider noch nicht so viel verstanden habe) gab es viel Zeit für Sport. Auch Abseilen stand auf dem Programm, was ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte. ;) Zwischendurch hatte ich auch meine erste Samba-Stunde (was meine brasilianischen Zuschauer sehr gefreut/belustigt hat).
Natürlich durfte am letzten Abend ein ordentliches brasilianisches Churrasco (Grillen) mit Reggae-Musik nicht fehlen.

Dienstag, 2. September 2008

Oi,

tudo bem?

Ich habe es endlich geschafft, mir einem Blog einzurichten, damit ihr an allem, was ich hier erlebe, Teil haben könnt.
Viel Spaß beim Lesen!!

Katharina