Sonntag, 24. Mai 2009

Urlaub 1/4

Am 04.04. ging unsere Reise los. Mit einem Rucksack, der fast größer und schwerer war als ich zog ich los nach São Paulo. Sonja, Simon, Jonas und ich wollten uns dort in Tietê, dem größten Busbahnhofs Südamerikas treffen. Mit ein bisschen Geduld und nachdem mein Handy-Kredit leer telefoniert war, klappte das auch ganz gut und unser erster Reisetag begann. In São Paulo wollten wir uns nur einen Tag aufhalten, um mehr Zeit für Rio und die Städte im Nordosten zu haben. Eine brasilianische Bekannte der drei anderen, die wir alle Tante nennen durften und der die Millionenstadt nicht ganz so unbekannt war wie uns, nahm sich unserer an und führte uns durch die Stadt. Wie ich schon von vielen Leuten gehört hatte, war die Stadt wirklich nicht besonders schön. Aber die riesige Skyline, die vielen Menschen und die ganzen Autos zu sehen, war schon beeintruckend. Wir verbrachten den Tag mit Sightseeing, Shoppen (in São Paulo kann man einiges billiger bekommen als in anderen Städten Brasiliens) und dem Besuch des Fußballstadions des FC São Paulo.
Nachdem wir abends noch den Blick auf die Stadt bei Nacht genossen hatten ging es im Bus sieben Stunden weiter nach Norden. Rio de Janeiro hieß die zweite Stadt unserer Rundreise. Dort am frühen morgen angekommen, suchten wir uns ein nettes Hostel aus, erholten uns ein bisschen on der Fahrt, Frühstückten und zogen los Richtung Copa Cabana. Leider war das Wetter nicht ganz so schön und es klarte auch nicht mehr auf, obwohl uns das einer der Strandverkäufer versichert hatte. Aber es war warm genug, um ins Wasser zu gehen. Die Wellen dort waren echt enorm und ich hatte wirklich Probleme, mich auf den Beinen zu halten. Am Anfang gelang mir das auch mehr oder weniger, doch je später es wurde, desto größer wurden auch die Wellen. Vor allem die Jungs hatten ihren Spaß aber da wo die Wellen brachen, hatte ich jetzt überhaupt keine Chance mehr stehen zu bleiben. Die Wassermassen haben mich einfach mitgerissen und herumgewirbelt. Das war erst ganz lustig, bis ich dann mit meinem linken Arm auf den Grund geknallt bin. Der tat dann zwei Tage später noch weh. Total beeindruckend, wie viel Kraft in Wasser stecken kann.
Auch in Rio stand der Besuch eines Stadions auf dem Plan: Maracanã – der Ort, an dem Pelé, Kaká und sogar Franz Beckenbauer ihre Füße in frischen Beton gedrückt haben. Dort haben wir natürlich ordentlich Fotos gemacht.
Genauso durfte ein Besuch auf dem Zuckerhut nicht fehlen. Wir fuhren kurz vor der Dämmerung hoch. Der perfekte Zeitpunkt! Wir hatten echt eine total schöne Aussicht auf die Stadt.
Auch in Rio hatten wir eine Bekannte, die uns ein paar Stellen Rios zeigte, die man als normaler Tourist normaler weise nicht sieht. Unter anderem fuhr sie mit uns (weil gerade keine Schießerei war) durch eine der vielen Favelas in Rio, wo eine ganz andere Stimmung herrschte, als an den Touristenorten der Stadt.
Bei unserem Rioaufenthalt ist mir auch vor allem der große Kontrast zwischen arm und reich aufgefallen. Es gibt die chicksten Viertel mit prunkvollen Bauten und schönen Stränden, aber genauso sieht man Bettler und Straßenkinder und die Berge um Rio sind bedeckt von Favelas.

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