Sonntag, 24. Mai 2009

Urlaub 3/4

Wir entschieden uns dazu Porto Seguro aus dem Reiseplan zu streichen und machten uns abends am 12.04. auf den Weg Richtung Salvador. Die Fahrt dauerte 19 Stunden, war aber erträglich, da die Sitze relativ bequem waren und es sogar einen DVD-Player (Ja, das in Brasilien!!!)
In Salvador angekommen, suchten wir erst mal unser Hostel, wobei wir wieder mal ein Teil brasilianische Kultur kennen gelernt haben. Nachdem wir drei Leute nach der Weg gefragt haben, die uns alle in ganz unterschiedliche Richtungen geschickt hatte, entschieden wir uns dazu (weil wir uns das ja als Deutsche leisten können) ;) ein Taxi zu nehmen. Der nette Taxifahrer enttarnte uns auch sofort als „reiche Europäer“, stellte extra für uns einen Sondertarif ein und fuhr uns (so kam es mir jedenfalls vor) ein mal um den Blog. Der Preis war zwar echt ein bisschen unverschämt, aber wenigstens fand er die Adresse auf Anhieb.
Am nächsten Abend gab es ein Fest in der Innenstadt, was wir uns nicht entgehen lassen wollten. Auf einem Marktplatz waren Stände mit Getränken und Essen aufgebaut und ein Zelt, vor dem Samba gespielt oder besser gesagt gedrommelt wurde. Auch in den Seitenstraßen wurde live Samba-Reagy gespielt und die Brasilianer bewiesen ihre Tanzkunst. Doch die Stimmung war nicht ganz ungetrübt. Es war nicht zu übersehen, das die meisten Leute, die da waren, kaum genug Geld hatten, um gut über die Runden zu kommen. In welche Richtung wir gingen, es waren immer Leute da, die uns anbettelten; oft sogar Kinder.
Später am Abend, als wir wieder zurück in unserer Jugendherberge waren, beschlossen Sonja und ich noch mal an den Strand in der Nähe des Hauses zu gehen. Das war ziemlich leichtsinnig und dumm und es kam wie es kommen musste: Wir waren schon auf dem Rückweg, als wir ausgeraubt wurden. Gott sei Dank (!!!) ist uns nichts weiter passiert und wir hatten auch weder Portemonnaie noch irgendwelche Wertgegenstände dabei, aber trotzdem, das hätte echt nicht sein müssen.
Das war aber scheinbar noch nicht genug. Einen Tag später haben wir einen Tagesausflug zum Praia Forte, einem Strand außerhalb der Stadt, gemacht. Es war echt total schön da und wegen der Nebensaison waren wir fast die einzigen am Wasser. Auch eine Meeresschildkröten-Schutzstadtion haben wir besucht und die Tiere bestaunt. Unglaublich, wie riesig die Tiere werden können. Echt faszinierend. Wir konnten auch miterleben, wie Nester geöffnet und die frisch geschlüpften Schildkröten ins Meer frei gelassen wurden.
Es war echt ein schöner Tag, bis ich dann zu Hause angekommen merkte, dass mein Portemonnaie nicht mehr in meiner Tasche war. Es muss entweder bei der Heimfahrt geklaut oder aus der Tasche gefallen sein. Sehr ärgerlich war, dass in meinem Portemonnaie nicht nur meine Bankkarte, sondern auch unsere vier Bustickets nach Natal waren, die ich vorher gekauft hatte. Den nächsten Tag verbrachten wir am Busbahnhof damit, die Gesellschaft zu einer Erstattung oder wenigstens einem Rabatt zu überzeugen. Das war leider vergebens und die Tickets mussten wir noch mal kaufen. Da sie reservierten Plätze der ersten Tickets natürlich frei blieben, hatten wir aber auf unserer nächsten Fahrt wenigstens ordentlich Platz, um uns auszubreiten.
Die nächste Fahrt am 18.04. ging wie erwähnt nach Natal und dauerte diesmal 20 Stunden. Leider war sie nicht mehr so angenehm zu ertragen, weil die Straßenverhältnisse nicht mehr so gut und auch der Bus nicht so bequem war, aber sie hat sich auf jeden Fall gelohnt! Natal war der absolute Hammer!! Schon allein den Namen (auf Deutsch übersetzt bedeutet er „Weihnachten“) finde ich sehr cool!! ;)
Simon, Jonas und ich haben einen Surfkurs gemacht. Das hat echt Spaß gemacht und ich hab es sogar ein paar Mal geschafft auf dem Brett zu bleiben. Die Versuche ohne Surflehrer die Tage danach waren dann wieder weniger erfolgreich, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen…

1 Kommentar:

- hat gesagt…

great picture and beautiful girl